Kolpinghaus „Gemeinsam leben“ Favoriten
Description
Kolping „Gemeinsam leben“ Wien – Ein Ort der Generationenverbindung und sozialen Integration
Gemeinsam leben: Ein Zuhause für Jung und Alt
Das Kolpinghaus „Gemeinsam leben“ ist mehr als nur ein Pflegeheim – es ist ein innovatives Wohn- und Lebensort, der Menschen unterschiedlicher Generationen zusammenführt. Gegründet vor 23 Jahren, hat es sich zu einem sozialen Zentrum entwickelt, das sowohl pflegebedürftigen Senioren als auch jungen Familien in schwierigen Lebenssituationen ein sicheres Zuhause bietet.
Dr. Clemens Klingan, Geschäftsführer bei Kolping „Gemeinsam leben“, beschreibt die Grundidee als ein Modell der „Generationenverbindung“. Das bedeutet, dass ältere, pflegebedürftige Menschen Teil einer aktiven Gemeinschaft bleiben. Junge Familien, insbesondere Mütter mit Kindern, die auf der Suche nach Stabilität sind, finden ein Zuhause auf Zeit, bis sie wieder auf eigenen Beinen stehen können.
Ein Ort der Geborgenheit und Stabilität
215 ältere Bewohner*innen werden bei Kolping „Gemeinsam leben“ in Favoriten gepflegt und betreut. Manche nur für kurze Zeit nach Krankheit oder Unfall, andere noch sehr selbständig in eigenen Apartments und viele in Langzeitpflege in der letzten Phase ihres Lebens.
Zusätzlich bietet das Kolpinghaus in seiner Mutter-Kind-Einrichtung, liebevoll MUKI genannt, Platz für 18 von Wohnungslosigkeit und diversen weiteren Problemlagen betroffenen Familien. Mütter mit Kindern können hier durchschnittlich zwei bis drei Jahre wohnen. Die Sicherheit und Geborgenheit, die das Haus bietet, ermöglicht es den Bewohnern, wieder Perspektiven zu entwickeln. Durch enge Zusammenarbeit mit den hauseigenen Sozialarbeiter*innen, Pädagog*innen und Psycholog*innen, den Behörden und Bildungseinrichtungen erhalten die Familien Unterstützung, um sich langfristig wieder in die Gesellschaft einzugliedern.
Moderne Infrastruktur mit Herz
Das Kolpinghaus liegt in einem urbanen Umfeld, in direkter Nähe zu wichtigen Verkehrsanbindungen wie der U1 (Altes Landgut). Dies ermöglicht den Bewohner*innen den Zugang zu medizinischer Versorgung, Einkaufsmöglichkeiten und sozialen Einrichtungen. Es erleichtert aber auch den Angehörigen den Besuch ihrer Lieben.
Ein zentrales Element des Hauses ist die Cafeteria – das kommunikative Herzstück, das von 9 bis 17 Uhr geöffnet ist. Hier treffen sich Bewohner*innen, Mitarbeiter*innen, Angehörige, aber auch Favoritner*innen aus der Umgebung, um sich auszutauschen. Jeden Mittwoch finden größere Veranstaltungen für die Bewohner statt, die eine willkommene Abwechslung bieten.
Darüber hinaus verfügt das Haus über eine eigene Physiotherapieabteilung, die den Senioren kurze Wege zur medizinischen Betreuung ermöglicht. Bewegung und Mobilisation spielen eine entscheidende Rolle in der Gesundheitsvorsorge älterer Menschen, und die kurzen Wege innerhalb des Hauses sind eine immense Erleichterung für die Bewohner*innen.
Ein Architekturkonzept für höchste Lebensqualität
Das Gebäude selbst ist U-förmig angelegt, mit zahlreiche Balkonen und Terrassen für die Bewohner*innen. Diese Außenbereiche sind insbesondere für die mobilen Bewohner*innen ein Ort der Erholung und Begegnung
Besonders bemerkenswert ist der Blick vom Kolpinghaus – einer der höchsten Punkte im Stadtteil, mit einer Aussicht über große Teile Wiens, bis zur Baumgartner Höhe mit der die Otto-Wagner-Kirche oder zum Kahlenberg. Die Architektur wurde so konzipiert, dass sie Lärm von der nahegelegenen Autobahn abschirmt und den Bewohner*innen damit eine hohe Wohnqualität bietet.
Internationale Fachkräfte für beste Pflegequalität
Ein besonderes Anliegen des Kolpinghauses ist die Gewinnung qualifizierter Pflegekräfte. So sind aktuell ausgebildete Fachkräfte aus 26 Nationen bei Kolping „Gemeinsam leben“ am Werk. Aufgrund des europaweiten Mangels an Pflegepersonal setzt Kolping verstärkt auch auf internationale Fachkräfte zB aus Ländern wie Kolumbien und den Philippinen. Die internationale Rekrutierung erfordert eine sorgfältige Planung mit den internationalen Partnern – von der Sprachvorbereitung bis zur beruflichen Anerkennung in Österreich.
Besonders hervorzuheben ist die hohe Empathie und das Engagement dieser internationalen Fachkräfte. Sie bringen nicht nur ihre fachliche Kompetenz ein, sondern auch eine herzliche Art, die von den Bewohnern und dem Team gleichermaßen geschätzt wird.
Zusammenleben mit Respekt und Wertschätzung
Im Kolpinghaus treffen unterschiedliche Lebensrealitäten aufeinander: Die 87-jährige Bewohnerin aus Favoriten lebt hier gemeinsam mit einer jungen Mutter, die mit ihren zwei Kindern Zuflucht gefunden hat. Trotz kultureller Unterschiede verbindet sie ein gemeinsames Bedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit.
Kolping fördert den interkulturellen Austausch und schafft ein Umfeld, in dem jeder Mensch unabhängig von Herkunft, Kultur oder Alter seinen Platz finden soll. Dabei spielen auch Religion und gemeinsame Feste eine bedeutsame.
Ein Modell mit Zukunftsperspektive
Das Konzept von Kolping „Gemeinsam leben“ zeigt, dass generationenübergreifendes Wohnen nicht nur möglich, sondern auch bereichernd ist. Die enge Verzahnung von Pflege und sozialer Unterstützung macht es zu einem Vorbild für moderne soziale Wohnformen.
Trotz der Erfolge gibt es Herausforderungen – insbesondere in der Fachkräftegewinnung und in der langfristigen Finanzierung. Doch das Kolpinghaus bleibt ein Leuchtturmprojekt, das zeigt, wie soziales Engagement und innovative Wohnkonzepte zusammenwirken können.
Dr. Clemens Klingan und sein Team arbeiten kontinuierlich daran, das Haus weiterzuentwickeln und noch mehr Menschen eine Perspektive zu bieten. Denn am Ende geht es um mehr als nur Wohnen – es geht um ein gemeinschaftliches Leben, in dem jeder Mensch wertgeschätzt wird.
Das Kolpinghaus „Gemeinsam leben“ in Favoriten ist weit mehr als eine Pflegeeinrichtung. Es ist ein Ort der Begegnung, des Zusammenhalts und der sozialen Verantwortung. Hier finden Menschen in schwierigen Lebenslagen Halt, Unterstützung und ein Zuhause auf Zeit oder fürs Leben. Ein Vorbild für die Gesellschaft, wie Integration und Fürsorge erfolgreich Hand in Hand gehen können.







